Kasachstan - Kanyon, Kanu und keine Kamele

 

Das neuntgrößte Land der Welt empfängt uns bescheiden. Irgendwo in den Bergen stehen zwei Hütten. Der Grenzübertritt wirkt familiär, die restlichen Passanten und Grenzer kennen sich gut. Es wird viel geredet und viel gelacht. Sehr angenehm. Irgendwann sind wir auch abgefertigt und rollen in die nächste Stadt. Hier treffen wir zuerst ein französisches Radlerpärchen, wir tauschen gegenseitig unser Restgeld, Simkarten und Informationen, leider mssen wir recht bald weiter in unterschiedliche Richtungen. Wir bunkern Lebensmittel für drei Tage und verschwinden wieder in der Pampa. Der vorhandene Asphalt verwöhnt uns und wir kommen gut voran. Das riesige Land besteht zu großen Teilen aus Wüste und Steppe. Auf dem Weg nach China durchqueren wir für ca. 300km den Südosten und treffen damit auf einen der aufregendensten Landschaften in Kasachstan.

 

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Kirgisistan 2 - Herrliche Bergseen, Besuche und ein Krankenhausbesuch

 

Der Blick auf die Karte verspricht uns auf den nächsten ca. 350km so gut wie keinen Kilometer ohne Gefälle. Es geht die gesamte Zeit rauf und runter. Insgesamt 3 mal klettern wir auf über 3000m, um dann wieder auf unter 1500m zu rollen. Der letzte Pass hat einen Aufstieg von 1600 hm auf knapp 60km und endet auf 3400m an unserem nächsten Zwischenziel dem Sonkul See. Auf der gesamten Strecke gibt es so gut wie keine Ortschaften, Wasser ist hingegen durch viele Quellen am Wegesrand kein Problem. Der erste entgegenkommende Radler zerstört unserere wage Hoffnung auf „vielleichtmalwiedereinbischenasphalt“. Schotterpiste ist angesagt. Vorfreude wäre der falsche Ausdruck, aber irgendeine sadomachistische Ader treibt uns voran. Auf der Karte sieht unsere Strasse nun häufig wie eine Herzrytmhusstörung aus. Wir folgen den vielen Kurven. Geniesen die Natur, welche eine großartige Kulisse bildet.

 

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Kirgisistan 1 - Wiesen, Weiden, Wilde Wege

 

Im Stockdunkeln krabbeln wir aus dem Zelt und betrachten im Schein unserer Stirnlampen einen Fluss, welcher sich links am Zelt vorbeischlängelt. Wie wir hierherkamen, könnt ihr im letzten Blogartikel nachlesen. Wir überlegen nach dem weiteren Vorgehen als plötzlich auch rechts ein Flussarm entsteht. Es ist beeindruckend, wie sich die Wassermassen ihren Weg bahnen. Wo sich gerade noch trockene Wüste befand entsteht ein breiter Fluss. Wir packen so schnell es geht alles zusammen und ziehen auf den Damm. Am nächsten Morgen sind die Wasserzuflüsse verschwunden. Nur eine breite dünne Eisschicht ist geblieben.

 

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Tadschikistan 4 - Auf zum höchsten Pass?!

 

Wie immer in den letzten Wochen weckt uns früh die Sonne. Das ist auch notwendig, denn die Nächte liegen temperaturtechnisch um den Gefrierpunkt. Die Sonne heizt uns schnell ein. Schon kurz nach dem Aufstehen können wir die Daunenjacken gegen T Shirts tauschen. Öffnen wir das Zelt, so tauchen wir wieder sofort ein in diese magische Welt, welche aus ein paar Grautönen sowie ausschließlich Steinen eine solche beeindruckende Landschaft schafft.

Schon seit einigen Tagen fühlen sich unserer Beine früh an, als ob sie bereits einen anstrengenden Radeltag hinter sich, statt vor sich haben. Wir fühlen deutlich wie leer die Akkus nach den anstrengenden Wochen im Pamir waren. Die Schultern schmerzen dauerhaft und schreien nach Erholung. Bald soll es soweit sein.

 

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Tadschikistan 3 – Bartang Valley, Klein aber Oho

 

Nach den Strapazen der letzten Tourenkilometer heißt es in Khorog erst mal: Verwöhnprogramm für die Radler. Würden wir hier aus Deutschland ankommen und in der Stadt einkaufen müssen, wir wären entsetzt wie eingeschränkt die Angebotsvielfalt in den Shops ist. Die vielen entbehrungsreichen Kilometer der M41 haben dies vollständig geändert. Wir sind im nunmehr im Schlaraffenland gelandet. So schlemmen wir kulinarisch im indischen Restaurant und suchen nebenbei nach Fahrradflicken. Letztendlich bekommen wir Riesenflicken für PKW. Uns ists recht. Hauptsache es hält. Bleibt nur noch unsere Routenwahl. Nach dem Abwiegen der Vor- und Nachteile der 4 verschiedenen Varianten, bleiben zwei im Rennen. Da uns nichts objektiveres einfällt entscheidet ein Streichholz: Das Bartangvalley. Das heißt für uns: Viel Futter bunkern. Es wird einsam, holprig und grandios.

 

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Tadschikistan 2 – Platt, Platter, Platten

 

Der erste Teil der M41 verbindet Duschanbe mit Khorog. Im Prinzip stehen zwei Routen für diesen Weg zur Verfügung: In Travellerkreisen als die Nordroute und die Südroute bekannt. Oft ist eine der beiden gesperrt, weil ein Erdrutsch die Straße unpassierbar macht. Auf dem Weg nach Dushanbe treffen wir Amerikanische Botschaftsmitarbeiter, die von Erdrutschen an der Südroute zu berichten wissen. Als wir in Duschanbe ankommen gibt es Informationen darüber, dass die Nordroute blockiert sei. Gesicherte aktuelle Informationen gibt es jedoch nicht. Uns brennt ein bisschen die Zeit unter den Nägeln, da wir zu einem festen Termin in Osch sein müssen. Wir haben einen dreiwöchigen Aufenthalt in Deutschland geplant, um unsere Familien zu besuchen sowie das China Visum zu beantragen. Somit müssen wir pünktlich am Flughafen sein, denn es ist bereits alles gebucht. Deshalb entscheiden wir uns für die landschaftlich schönere, kürzere Nordroute. Diese besticht zusätzlich durch geringere Höhenmeter. Auf der Strecke nach Khorog passiert man jede Menge Dörfer mit genügend Einkaufsmöglichkeiten, so dass wir uns noch nicht die Taschen mit Lebensmittel vollstopfen müssen.

 

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Tadschikistan 1 – Bergige Perle mit Schlaglochgarantie

 

Die Grenze zwischen Usbekistan und Tadschikistan ist unkompliziert, die Formalien sind schnell erledigt. Wir tauschen noch schnell das letzte Geld von Som zu Somoni. Es ist Liebe auf den ersten Blick: es empfangen uns Superstraßen, Superwetter, sowie ein Superbergpanorama. Wir radeln auf riesige, schneebedeckte Bergketten zu.

 

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Usbekistan – Alte geschichtsträchtige Städte & Landwirtschaft soweit das Auge blickt

 

Die Ausreise aus Turkmenistan gestaltet sich etwas chaotisch, unzählige Händler warten scheinbar schon eine ganze Weile. Wir müssen ein Formular ausfüllen – um dieses zu bekommen, werden wir von einer Person zur Nächsten geschickt… Am Ende landen wir wieder bei der ersten Person, bekommen es und dann geht es auch schon weiter: Gepäckkontrolle, einige Passkontrollen später dürfen wir das Land verlassen. Mit Grenzübertritt wechselt der Kalaschnikow-Halsschmuck der Grenzer zu M16-Halsschmuck und irgendwie von angespannt zu locker. Zum ersten Mal seit langem dürfen unsere Fahrradtaschen am Rad bleiben und wir direkt einreisen, nachdem der Grenzarzt bei uns Fieber gemessen hat. Anschließend radeln wir Richtung Buchara, wir wollen aber noch kurz vor der Stadt zelten um am nächsten Tag entspannt eine Unterkunft zu suchen. Dabei stellen wir erschrocken fest, dass sich die Landschaft stark verändert hat: Überall sind Felder, Häuser, Hütten, Kanäle und vor allem Menschen. So landen wir immer wieder in Obstplantagen, an Feldrändern und unter Pavillons für Feldarbeiter. Anfangs decken wir die Fahrräder mit Planen ab, um nicht entdeckt zu werden. Prompt wachen wir an einem Morgen durch ein irres Geräusch auf: Rascheln der Plane gefolgt von Prasseln, wir können es nicht richtig einordnen und befürchten, jemand mache sich an unseren Rädern zu schaffen. Weit geirrt, schlaftrunken sehen wir nach und entdecken eine Gruppe bei der Aprikosenernte: einer sitzt im Baum und schüttelt die Äste, die anderen fangen diese auf einer Plane auf. Als sie uns entdecken, bekommen wir direkt ein Päckchen Aprikosen sowie frisch gemolkene Milch geschenkt. Megafrüh radeln wir anschließend los.

 

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Turkmenistan - Prachtvolle Hauptstadt, vergessene Landbevölkerung

 

Die Grenze von Iran zu Turkmenistan hat Öffnungszeiten. Wir sind eine Stunde nach Öffnung da – und damit auch nach Wagenladungen voll mit Teppichen, Kissen und vielem mehr. Dennoch ist der iranische Teil ist zügig absolviert, wie immer müssen wir unser Gepäck zum scannen komplett abladen und unsere Pässe werden 5 mal kontrolliert. Der turkmenische Teil geht im Prinzip auch schnell. Da wir über kein Visa im Pass verfügen sondern lediglich über eine Einreisegenehmigung per Email müssen wir noch ein paar unkomplizierte Umweg machen. Danach alle Radtaschen aufs Band und ab in die Röntgenmaschine. Es ist alles in Ordnung aber trotzdem kommt die Aufforderung: Alle Radtaschen auspacken. Kontrolle per Hand. Kein Problem. Die Grenzbeamten überlassen uns die Reihenfolge der Taschen. Somit präsentieren wir zuerst unsere vom Wüstensand dekorierte Dreckwäsche aus dem Iran, danach packen wir unsere langweiligen Küchenutensilien aus. Schön langsam eins nach dem anderen.. Die Zöllner gucken bereits entgeistert auf die weiteren 10 Taschen und beschließen genug kontrolliert zu haben. Es heißt: „Welcome to Turkmenistan“. Wir verlassen das Grenzgebäude und haben eine atemberaubende Sicht auf die Passtrasse nach Asgabath, welches in der Ferne schon zu erahnen ist. Eine kleine Information gab es dann noch von den Grenzern: Wir müssen für diese Strecke den Bus nehmen, da es noch zum Grenzgebiet gehört. Alles diskutieren, dummstellen und nichtverstehen hilft nichts. 10min später sitzen wir im Bus nach Asgabath. An der Stadtgrenze werden wir rausgelassen. Auf einer niegelnagelneuen 4spurigen Straße welche de facto Verkehrsfrei ist rollen wir in die Stadt. Irgendwie gespenstisch und fantastisch.

 

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